Pferde Bewegen
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Gelassenheitstraining

Gelassenheitstraining ist eine gute Abwechslung und trainiert den Umgang mit ungewohnten Situationen, es wird aber leider nicht dazu führen, dass sich das Pferd nie wieder vor etwas erschrecken wird oder immer an der nun bekannten Plane vorbeigeht, egal wo diese liegt.

Mir geht es hierbei also in erster Linie darum, den Reiter darin zu schulen, wie er an Situationen herangehen kann, die das Pferd ängstigen. Dem Pferd überlasse ich dabei eine gewisse Entscheidungsfreiheit und gebe ihm die Zeit, die es benötigt. Es muss lernen, sich mit dem Gegenstand oder dem Hindernis zu beschäftigen, auch wenn dies zunächst bedeutet, dass es sich dies aus einer gewissen Entfernung heraus anschaut. Mein Ansatz ist hierbei, auf die Neugierde des Pferdes zu bauen und es selbst einen Lösungsweg finden zu lassen, die Aufgabe zu meistern. 

Ich zwinge das Pferd weder an den Gegenstand/das Hindernis heran, noch "bestrafe" ich es dafür, dass es sich erschrickt oder davor zurückweicht. Ich frage lediglich, ob es sich damit befassen kann und gebe ihm Zeit. Gerne dürfen die Pferde die Objekte dabei mit Nase, Maul und Hufen untersuchen (insofern es die Sicherheit von Mensch und Pferd zulässt), da dies ein wichtiger Schritt beim nachhaltigen Lernen ist. Tatsächlich hat mich meine Erfahrung gelehrt, dass die Pferde durch das Wecken ihrer Neugierde deutlich schneller an Gegenstände oder über Hindernisse gehen, als mit Druck. Der positive Nebeneffekt ist, dass das Pferd anschließend wirklich verstanden hat, dass es keine Angst haben muss und wird bei neuen/anderen Situationen schneller neugierig an Gegenstände und Hindernisse herangehen.